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| Editorial | ||
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Nachrichten sind flüchtige Waren, so eröffnete das ME sein letztes Editorial (274) und wahrlich, der Mietspiegel-Ost war - nach dem er erst lange auf sich warten ließ - schon erschienen, obgleich von uns noch immer angekündigt. Die hier vorliegende Ausgabe widmet sich deshalb vorrangig diesem neu erschienenen Mietspiegel für die östlichen Bezirke und West-Staaken. Wenn auch der Mietspiegel als verläßliches Kriterium zur Mietpreisermittlung angesehen und die Preisrückgänge gerade im Altbau positiv bewertet werden können, so untersucht Chaim Reich in der vorliegenden Ausgabe des ME die Mietpreise aus der Nähe. Im Vergleich mit der Realeinkommensentwicklung, den aktuellen Baukosten und den Mietpreissteigerungen im Neubau, also den Gebäuden, die nach 1950 erbaut wurden und den sogenannten Plattenbauwohnungen, schwindet die Euphorie schnell dahin und legt die Vermutung nahe, ob hier nicht ganz andere Strategien der Immobilienverwertung, über die das ME regelmäßig berichtet, oder besser berichten muß, zu Grunde liegen? Schließlich handelt es sich bei dem Segment, in dem der Mietpreis gefallen ist, um von Umwandlern und Spekulanten bevorzugte Objekte. Lesen Sie dazu Mieten, Einkommen und soziale Entwicklung in Erhaltungsgebieten am Beispiel Prenzlauer Berg, von Julia Oppermann. Die Frage, welchen Markt der Mietspiegel also abdeckt, kommentiert dann auch Karin Baumert. Damit Sie aber Ihre zu zahlende Miete einschätzen können, finden sich neben dem Mietspiegel selbst auch die Orientierungshilfen für die Spanneneinordnung bei Alt- bzw. Neubauwohnungen. Bei Abweichungen bitten wir in jedem Fall eine unserer Beratungsstellen aufzusuchen, deren aktuelle Öffnungszeiten Sie wie üblich der letzten Seite entnehmen wollen. Das ME berichtet auch diesmal wieder über Aktivitäten aus den Bezirken, insbesondere aus Friedrichshain und Kreuzberg und stellt die in Buchform erschienen Ergebnisse der Habilitation von Max Welch-Guerra (TU-Berlin) "Hauptstadt Einig Vaterland" vor.
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