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| Friedrichshain: Quartiersmanagement am Boxhagener Platz | ||
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Die ersten Auseinandersetzungen mit dem von Senator Strieder geplanten Quartiersmanagement haben bereits 1998 begonnen. Viele Info-Veranstaltungen wurden durchgeführt. Was sich dahinter verbirgt, dürfte mittlerweile hinlänglich bekannt sein. Am 7.April hat sich im Mieterladen die Arbeitsgruppe Kiezmanagement gegründet und die Arbeit an einem Forderungskatalog für die Quartiersmanager begonnen. Im weitesten Sinne wurden Inhalte festgelegt, die dem Kiez aufgrund jahrelanger Kürzungspolitik des Berliner Senats verloren gegangen sind. Dazu gehören die Punkte Arbeitspolitik, Grünflächen, Infrastruktur, Gesundheit, Gewerbe- und Mietenpolitik. Die Arbeitsgruppe hat nicht nur Forderungen, sondern auch Lösungsansätze. Auf der 2. Stadtteilversammlung am 5.Mai wurde wiederholt festgestellt, daß das vom Senat favorisierte Quartiersmanagement abgelehnt wird. Gründe dafür sind die geringe Laufzeit, der zur Verfügung stehende Etat, die Erfahrungen anderer Städte, daß die Betroffenen außen vor gelasssen wurden und es eine Privatisierung des Öffentlichen Raums hintenrum, ‘durch die kalte Küche’ bedeutet. Es ist jedoch nötig, sich damit auseinanderzusetzen und für die Belange des Kiezes zu nutzen. Dies erscheint jedoch auch aus anderen Gründen fragwürdig. So ist z.B. bis heute keiner der Quartiersmanager, die übrigens bis Redaktionssschluß noch nicht offiziell benannt wurden (ASUM – Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Mieterberatung, BWP – Büro für Wirtschafts- und Projektberatung, und das Stadtplanungsbüro Kairos) im Kiez bei Bewohnern oder Projekten vorstellig geworden. Wenn jemand ein Gebiet oder Bewohner „managen“ will, ist die Aufnahme des Kontakts zu den „zu Managenden“ sicher der erste Schritt, um überhaupt ein tragfähiges Konzept aufzustellen. Da dies versäumt wurde, ist zu befürchten, daß nicht die Interessen der Bevölkerung an erster Stelle stehen, sondern andere Interessen eine Rolle spielen. Dies ist auch der Grund, warum die Arbeitsgruppe nunmehr die Quartiersmanager in die Öffentlichkeit holen will und wird. Interessant, daß diese an einer Gesprächsrunde interessiert sind, aber nur in kleinem Rahmen. Dies ist jedoch nicht die Intention der Arbeitsgruppe. Zu viel ist in der Vergangenheit zu lange unter Ausschluß der Betroffenen passiert. AG Kiezmanagement | ||
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